Smart clothing – Digitalisierung nimmt Einzug in die Fashion Industrie

01/18/2017

Deutsche Telekom feiert krönenden Abschluss der ersten Fashion Fusion Challenge im Rahmen der Berliner Fashion Week und zeichnet Gewinnerprojekte aus. Die Initiative, die im vergangenen halben Jahr Designer mit Hardware-, Software- und Marketing-Profis zusammenbrachte, geht 2017 in die zweite Runde.

Berlin, 18. Januar 2017: Mit den Fashion Fusion Awards feierte die Deutsche Telekom am Abend den krönenden Abschluss der Initiative Fashion Fusion in Berlin. Das Projekt wurde Mitte 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen, funktionale, nachhaltige und intelligente Mode mit Mehrwert zu entwickeln. Die Initiative basiert auf der Idee, Mode und Technologie zu verschmelzen, indem innovative Konzepte gefördert und zur Marktreife weiterentwickelt werden. Eben solche Konzepte und Prototypen wurden im Laufe des Tages auf der #FASHIONTECH präsentiert – sowie bei der abendlichen Award-Verleihung ausgezeichnet.

„Die Digitalisierung nimmt Einzug in alle Lebensbereiche. Warum sollte sie vor der Mode Halt machen? Design dient dabei – wie so oft – als verbindendes Element: Design lässt Hightech und Mode verschmelzen und macht aus Kleidung Wearables für den ganzen Körper,“ erklärt Heinrich Paravicini, Geschäftsführer der Designagentur MUTABOR, die das Projekt Fashion Fusion für den Kunden Deutsche Telekom mitentwickelt hat.

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zu dem internationalen Ideenwettbewerb Fashion Fusion Challenge wurden aus über 120 Bewerbungen (aus 25 Ländern) 12 Teams ausgewählt, die es in das Finale und damit in den dreimonatigen Workshop Fashion Fusion Lab schafften. Im Rahmen des Labs arbeiteten die Teilnehmer gemeinsam mit Experten aus der Industrie und Spezialisten aus den Bereichen innovative Mode und Technologie zwischen Mitte September und Mitte Dezember 2016 an ihren Konzepten und Prototypen.

Aus den 12 Finalisten-Teams wurden nun von einer renommierten Jury drei Gewinnerteams ausgewählt: Den 1. Platz (Preisgeld: 20.000 Euro) sicherte sich das Projekt „Trainwear – Virtueller Personal Trainer integriert in intelligente Fitnesskleidung“ (Kategorie: Connected Devices & Accessories). Platz 2. (Preisgeld: 10.000 Euro) ging an das Projekt „Mimeme – Augmented Reality App ermöglicht das Tragen virtueller Kleider“ (Kategorie Smart Services). Und den 3. Platz (Preisgeld: 5.000 Euro) erhielt „TranSwarm Entities – Haute Tech Couture Performance inszeniert 3D-Druck und Drohnentechnik für den Laufsteg“ (Kategorie Digitally Enhanced Fashion). Weitere Infos zu den Gewinnerprojekten am Ende dieser Pressemitteilung.

Konzeption und Steuerung der Initiative unterlagen der Leitung von Antje Hundhausen, Vice President Brand Experience und ihrem Projektteam. MUTABOR konzipierte das Format Fashion Fusion maßgeblich mit. Zudem entwickelte und gestaltete die Agentur die visuelle Designsprache der Initiative, u.a. die Website fashionfusion.telekom.com sowie die aktuellen Plakatmotive der Fashion Fusion Awards.

Die Gewinnerprojekte:

Platz 1: Trainwear | Kategorie: Connected Devices & Accessoires
Auszug aus der Jurybegründung der Laudatorin Christin Eisenschmid, Vice President and General Manager Intel Germany: „Wearables zur Überwachung körperlicher Werte gehören heute zum Alltag von Sportlern und Fitness-Fans. Das Trainwear-Team hat diesen Trend um eine spannende neue Komponente erweitert: Ihre intelligente Trainingskleidung misst nicht nur Atmung, Muskelanspannung, Balance und Puls, sondern gibt darüber hinaus Feedback zur Körperhaltung und richtigen Ausführung von Sportübungen. Mit ihrem modularen Softwaresystem und eigens entwickelten Sensoren haben Gernot Bahle, Bo Zhou und Lorenzo Fürg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz die Voraussetzungen für einen „virtuellen Personal Trainer“ geschaffen, der das Training individuell überwacht, begleitet und unterstützt. Aus Sicht der Jury: Anwendernutzen par excellence.“

Platz 2: Mimeme | Kategorie: Smart Services
Auszug aus der Jurybegründung des Laudators Nikolaus Röttger, Chefredakteur der WIRED: „Die Augmented Reality (AR) App Mimeme ermöglicht Nutzern ein neues interaktives und digital gestaltbares Modeerlebnis. Die Jury honoriert die Leistung des Teams, das mit dem Projekt Mimeme zeigt, wie moderne, hoch anspruchsvolle Technologien in Zukunft mehr Spaß, Innovation und Individualität in die Modebranche bringen werden. Sie ist davon überzeugt, dass es im Modebusiness noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten für die AR-Szenarien von Tank Thunderbird und ihrem Team, darunter Creative Director Antonio Ciutto und Modedesigner Christian Bruns, gibt.“

Platz 3: TranSwarm Entities | Kategorie: Digitally Enhanced Fashion
Anita Tillmann, Managing Partner der PREMIUM GROUP und der #FASHIONTECH Berlin Konferenz: „Maartje Dijkstra ist eine herausragende Haute Tech Couture Designerin. Kunst, Mode und Technik verbinden sich bei ihr zu spannenden, neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen. Für das Kleid „TranSwarm Entities“ hat die aus den Niederlanden stammende Designerin neueste Technologien kombiniert: 3D-Druck und Drohnen sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Mode-Performance, die sie gemeinsam mit dem Musikproduzenten Beorn Lebenstedt (Newk) entwickelt hat. Die Geräusche der fliegenden Drohnen im Zusammenspiel mit der elektronischen Musik verleihen dem Showpiece eine akustische Dimension. Die visionäre Verbindung von Fashion mit High Tech hat die Jury überzeugt.“

Die Jury:

Claudia Nemat, Chairwoman of the Jury, Board of Management Telekom / Lisa Lang, Curator, CEO ElektroCouture / Christian von Reventlow, Telekom Chief Product & Innovation Officer / Prof. Dr. Gesche Joost, Digital Champion Berlin University of the Arts / Christin Eisenschmid, Vice President Germany Country Manager Intel / Anita Tillmann, Managing Partner Premium Group / Dirk Schönberger, Creative Director adidas Sport Style division / Antje Hundhausen, Vice President Brand Experience Telekom / Paul Lukowicz, German Research Center for Artificial Intelligence / Marcus Luft, Fashion Director Gala / Nikolaus Röttger, Deputy Editor-in-Chief WIRED Germany

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